Donnerstag, 8. Juni 2006

es wird...

zwischen tippen, lesen, essen...telefonieren...

es ist tatsächlich nicht sooo schlimm, mit seinem prüfer zu telefonieren - auch wenn der liebe professor seinen job nur eher so nebenbei macht, weil er sonst als MdL unterwegs ist. er hat brav meine angaben zur prüfungsliteratur akueptiert. so musses sein.

und: mein ZuLA-korrektor hat netterweise die verlängerung meiner bearbeitungszeit um 2 monate akzeptiert. das entstresst ungemein. zumal, wenn dann noch so ein kommentar kommt, wie "die seminararbeit war ein untrügliches indiz dafür, dass nix schief gehen kann, bei Ihnen"... wollen wirs hoffen *g*.

wer tragisch-komische geschichten mag, dem sei das "hotel new hampshire" von john irving empfohlen - ich habs gestern fertig gelesen. ein hund mit flatulenz im endstadium?! blühende fantasie, der mann.


abends dann: hauskreis

wieder macht sich die 2/3-frauenquote bemerkbar: viel salat, obst, gemüse... das veranlasst manchen mann beim essen schon mal zu der verzweifelten frage "is noch was fleischiges zu essen da?".
thematisch gings um mose (2.mose 3,10-15 und 41-17) und ich blieb mal wieder an dem satz hängen, in dem gott sich selbst erklärt:
"ich bin, der ich bin".

was ich ja sehr faszinierend finde: diese stelle ist in der gegenwart -im präsens - formuliert. die stand vor 2000 jahren, vor 1000 jahren, vor 500 jahren genauso im präsens da, und tut es heute noch. sie galt für die menschen damals, genauso, wie sie für uns heute gilt.
gott ist immer gegenwart: gestern, heute, morgen.

und er bleibt immer der gleiche - was auch passiert.
eine - und die einzig wichtige - konstante.



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"glaube heißt erkennen, dass die aufgabe, die vor uns liegt, nie so groß ist, wie die kraft, die hinter uns steht."

Kommentare:

carola hat gesagt…

Hi Anne, mein Gott bist Du modern! Musst ich ma loswerd:-). Eykmann war am Telefon wirklich total nett, hab eigentlich damit gerechnet, dass er vor lauter Telefonaten total gestresst ist. Vorher hab ichs aus Neugier mal unter seiner Münchner Nummer probiert. Die Sekretärin ist fast nen Anruf wert, wenn man auf langsam artikulierende Gesprächspartner steht. Zu Hotel New Hampshire: Ich bin entsetzt. Irgendwas muss ich an diesem Buch missverstanden haben. Ich fand es alles andere als komisch, fand es bis auf einige wenige Ausnahmen auch nicht tragisch sondern konstruiert und "versaut" um den Umsatz zu steigern. Aber Deine Kritik hab ich auch schon von anderen gehört, also hab ich wohl wirklich was falsch verstanden. Nun gut, ich lern jetzt mal weiter. Bis nächste Woche Carola

anne hat gesagt…

was die „versautheit“ angeht – ich hab so den eindruck, dass dieser aspekt ein konstitutives element von irvings romanen ist. und: das ist jedesmal so überzogen und schrill, naja, wild fabulierend-wuchernd-phantastisch geschrieben, dass ich es einfach nur noch witzig finden kann.

ansonsten find ich einfach, dass er märchenelemente (lilly, die zwergin – susie, der sprechende bär – die geschichte vom mäusekönig – die drei versuche des hotels bis zur völligen illusion desselben…) herrlich mit themen, die überhaupt nicht zum lachen sind (vergewaltigung und der umgang damit, flugzeugabsturze von familienangehörigen, antisemitismus, bombenattentate…) verquickt…
man könnte auch sagen: alles in einen topf wirft, deckel drauf, gut schütteln - und die unmöglichste kombination mit einer guten portion ironie und lakonik wieder rausholt, um alles in einem sehr schrägen familienportrait zu präsentieren.

nix groß anspruchsvolles, aber allemal amüsant zu lesen zwischendurch.