Sonntag, 15. Oktober 2006

On Air


Morgens, 6:40 Uhr in Würzburg.
Ein verschlafener Haufen bewegt sich in der Semmelstraße zu Radio Gong - heute auf Sendung bei "aufgewacht" mit Daniel Röder von der Citychurch: die Mädels von der SMD und von Campus für Christus.

Nach der Medienstatistik lauschen morgens um 7:00 Uhr im Stadtgebiet ca. 3000 Leute den Klängen von Gong - das ist zwar nicht riesig viel, wenn man an Sender wie Antenne Bayern denkt, aber wann hat sonst schon mal die Möglichkeit, vor so vielen Leuten über frei von der Leber weg über Gott zu reden?
Und damit ist diese Sendung nach Daniels Aussage eigentlich die evangelistischste (schwieriges Wort!) Veranstaltung in Würzburg bzw. heute eben der Citychurch - christliches Radio im Gong-Stil und wenn durch die Veranstaltungshinweise oder sonstige Inhalte Leute in Gottesdiensten auftauchen und darüber zum Glauben finden, dann ist das eine echt geile Sache!

Heute also SMD und Campus: wir haben kurz erzählt, was wir dieses Semester so machen, angefangen bei der Erstsemestermesse an der Uni, über die Semesteranfangsfreizeit, bishin zu "erfolgreich studieren" und diverse BigTalks... Die Stimmung war echt gut - und es war mal wieder hochinteressant, das Studio von innen zu sehen und die Arbeit zu beobachten (ich war ja letztes Jahr schon mal vor den Hochschultagen zum Interview dort gewesen).

Jetzt ab in die Dusche - und dann gehts weiter zum Semesteranfangsgottesdienst in die FeG...

Freitag, 13. Oktober 2006

Stille

Sehr faszinierend, wie man sich innerhalb von zwei Wochen wandelt… ich bin sonst ein Mensch, der sein Zimmer betritt und im nächsten Augenblick schon das Radio angestellt hat, damit für Unterhaltung, wenigstens aber doch für eine gewissen Geräuschkulisse im Hintergrund gesorgt ist – vielleicht macht man das so, wenn man alleine wohnt.
Nach diesen zwei Schulwochen hat sich was verändert: gewohnheitsmäßig drehe ich das Radio an – und fünf Minuten später wieder genervt aus. Die Geräuschkulisse der Schule genügt für den Rest des Tages – und ich lerne gerade die Stille wieder schätzen.
Das wird das Rascheln der Buchseiten beim Umblättern plötzlich wahrnehmbar laut, Musik, die über den Gang zu mir hereinschallt geradezu ohrenbetäubend.
Faszinierend, würde Mr. Spock sagen.




töne // ***
zeilen // „Das Fliegende Klassenzimmer“ von Erich Kästner

Montag, 9. Oktober 2006

wieder in der schule...

Eine super anstrengende Woche liegt hinter mir. Voll gestopft mit vielen Begegnungen und noch mehr Gesprächen, neuen Gesichtern und Herausforderungen…



Schule I

Weitestgehendst war die Woche vom Blockseminar am Röntgen-Gymnasium geprägt. Jeden morgen brav um 7.50 Uhr in der Schule sein, Klappstühle im Keller ausgraben und dann einen Tag lang mit den Stühlen in der Hand unserem Seminarleiter durch die verschiedensten Klassen hinterher trotten. In der Pause beim Direktor kurz hallo sagen, in den möglichen Freistunden mit den tätigen Lehrern die gesehenen Stunden nachbesprechen – oder die eigene geplante Stunde vorlegen…

Highlights:

>>> Dr. Mierau bietet mir das „Peter“ an. Da muss man sich echt umgewöhnen…
>>> Ein kleiner chinesischer Überflieger (7.Klasse/ G8) lernt in seiner Freizeit Latein.
>>> Intrinsische Motivation kann tatsächliche funktionieren.
>>> Wandertag mit der 7c („Können wir mal ne Pause machen?!“)
>>> Den eigenen Unterrichtsversuch vorbereiten… und überleben!



Schule II

Der schulische Wandertag mit Peters Klasse war dann tatsächlich eine willkommene Abwechslung im Schulgeschehen. Bestimmt hat sich die Klasse auch sehr gewundert, warum sie mit 7 Begleitpersonen (1 Klassleiter, 1 Stellvertreter, 1 Matheseminarlehrer, 3 Referendare, +ich) wandern gehen durfte… - für mich wars ziemlich gut, weil ich so die Möglichkeit hatte, mit vielen Lehrern mal ein bisschen in Ruhe zu reden, und nicht nur zwischen Tür und Angel. – Und: ich musste mir ständig die Frage stellen lassen, ob ich mir diesen Beruf den für mich vorstellen könnte (der UV am Freitag hat mir dann wieder gezeigt: JA!)… Jedenfalls waren die Refs gnadenlos ehrlich, und das war gut so.

Für mich selber kam die Woche so ein bisschen das Identitätsproblem auf: wer oder besser gesagt: was bin ich den grad:




a)Studentin (Laut Ausweis. Vermutlich bis Feb 2008)
b)Praktikantin (Für diese 2 Wochen schon)
c)Lehrerin (ab Feb 2008 – und für den UV…)

So als Student und Praktikant ist man ja froh drum, keine Verantwortung für irgendwas außer für sich selbst zu haben… wenn man dann plötzlich vorne steht… dann sieht das schon ganz anders aus.
Nachdem man als Lehrämtler an der Uni (oder zumindest bei uns) ja immer als unprofessionelles Element im Betrieb („Wir als Universität sind doch keine Lehrklitsche!“) angesehen wird und zum Teil auch behandelt wird, hat man während des Studiums keine große Lust, sich mit dem späteren Beruf auseinanderzusetzen. Ist man aber mal (ausnahmsweise!!!) in der Schule, stellt man fest, wie wenig Uni und Schule doch miteinander zutun haben… und dass es so langsam Zeit wird, sich mehr mit dem Ziel „Lehrer“ beschäftigen.-… zumindest für mich ist das so. Vielleicht sollte ich in dem Punkt eh reflektierter werden...

Ich bin froh, nach langer Praxisabstinenz wieder festgestellt zu haben, was für ein anspruchsvoller und kreativer Beruf im Dauerkontakt mit Menschen auf mich zukommt – und das weckt einerseits Ängste, den gestellten Anforderungen nicht entsprechen zu können („Sie dürfen, nein, Sie MÜSSEN sogar die üblichen Anfängerfehler machen. Wenn jetzt nicht, wann dann?!“), macht aber auch Lust, mit dem Studium fertig zu werden  Abgesehen davon, dass uns immer wieder und wieder erzählt wird, dass unsere Einstiegschancen so gut sind, wie schon lange nicht mehr…


Ansonsten

>>> Mein Bruder ist nun hier eingezogen, der Briefträger war heute auch erstmal verwirrt, wem er das Päckchen den ausliefern sollte.

>>> Ich war am Mittwoch tierisch genervt, weil ich den FBK nicht so vorbereiten konnte, wie ich das gerne gehabt hätte , sondern sich alles nach „Schrott für Gott“ anfühlte. Was aber dann in der Diskussion etc. Gutes draus wurde, geht mal wieder (und zum Glück!) allein auf Gottes Konto… und ich muss mal wieder kapieren, dass ich
a) nicht alles alleine machen muss, und
b) nicht für alles verantwortlich bin.

>>> Es waren zeitgleich in Marburg SMD-Leitertage – und nach den genialen Erfahrungen des letzten Jahres wäre ich zu gerne dort dabei gewesen… wenn mich diese Woche jemand gefragt hätte, wo ich im Moment grad lieber gewesen wäre, wäre diese Frage ziemlich einfach zu beantworten gewesen…

>>> Ich habe festgestellt, dass ich mit meinem Studium/ zukünftigen Beruf auf der Frankfurter Buchmesse tatsächlich zu den Fachbesuchern zählen würde, und nicht zu den Privatbesuchern. Und wieder war keine Zeit, mal hinzufahren und sich alles anzuschauen.

Abgesehen davon, dass ich im Laufe der Woche krank wurde (mal wieder, ja… ich weiß) war’s also echt super... ich fühl mich in Schulhäusern einfach wohl... *g*


Es ist Montag. Neue Woche, neuer Spaß.


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töne // 4 ugly daughters „rolling“
zeilen // markus orths „lehrerzimmer“

Sonntag, 1. Oktober 2006

splitter der letzten tage

ein paar brösel aus den letzten tagen...

...wie kann es sein, dass sich ein freitag plötztlich anfühlt, wie ein montag morgen?! die einfache antwort: das blockseminar in der schule hat begonnen. morgendliches antreten um 7:50 uhr. und morgen wieder. zum dran gewöhnen. da kommt doch freude auf.

... hilfe, ich denke wie ein lehrer... habe am freitag auf der ganzen fahrt zu meinen eltern über meinen stundeneinstieg zum "erlkönig" nachgedacht. und musste daheim vor begrüßung und allem anderen erstmal zu stift und papier greifen, um meine "genialen" einfälle festzuhalten.

... der lobpreis-abend am freitag im oestheimer jugendkreis war echt fett! und ich habe wieder mal festgestellt, wie genial gemeinschaft unter christen sein kann... da sieht man sich ewigkeiten nicht und fühlt sich trotzdem sofort einander verbunden, wenn es ans gemeinsam singen und beten geht... sehr faszinierend. ein herzliches danke an die musiker des freitagabends: ingo, birgit, chris und ralf!

... ich stelle erstaunt fest, dass der 1. FCN immer noch im oberen drittel der tabelle beheimatet ist. genauer gesagt auf platz 2. faszinierend. wer hätte das gedacht *autsch*

... seid dankbar für eure staubsauger!!! mein bruder zieht ja um bzw. hier ein: meine familie hatte den superneuen hightech-staubsauger mit im gepäck (der alte hatte sich gestern in die ewigen staubsaugerjagdgründe verabschiedet). und ich konnte endlich den staub aus jeder kleinen ritze entfernen.

vorher: iiiihhhh - iss niemals etwas, das auf den boden gefallen ist!
nachher: wow, der teppich ist ja richtig blau!


... es ist erntedank!

... schokolade kann leben retten. oder es fühlt sich zumindest so an, wenn man keine greifbar hat und eine der liebsten freundinnen einem ein stückchen in den mund stopft!

...es sind smd-leitertage im wunderhübschen marburg, und ich kann nicht hin. *schnüff* ich hab letztes jahr so geniale erlebnisse von dort mitgenommen, sodass ich unheimlich gerne dieses jahr wieder mit von der partie gewesen wäre... was nicht geht, geht nicht.


und jetzt... werd ich mir noch ein paar gedanken zu meinen unterrichtsvorschlägen für morgen machen. das ist im ganzen tagesgewirr untergegangen. na toll.



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töne // toto - hydra/ english eyes/ till the end (live in amsterdam)
zeilen // balladen und gedichte- stundenblätter mit texten, arbeitsblättern und bildmaterial

Dienstag, 26. September 2006

regen


ganz ehrlich: ich bin ja schon irgendwie ein fan von regnerischen tagen wie dem heutigen… wenn ich nicht raus und vor die tür muss .

ansonsten ist regen ganz fein, weil…

1)… man schon beim aufwachen und den ganzen tag dieses angenehm leise prasseln im hintergrund hört- und sich freut, dass gerade kein zeitlager ist.
2)… ich mein auto nun doch nicht in die waschanlage bringen muss, sondern der regen in allen intensitätsstufen das für mich erledigt.
3)… man ruckzuck mit ein paar kerzen kuschelig-herbstliche stimmung schaffen kann.
4)… weil man irgendwie besser am computer arbeitet, als wenn die sonne scheint!
5)… ich endlich den plan einer „regenplaylist“ in die tat umsetzen kann. lauter leise lieder mit regen im text oder im titel… so was kann man ja schlecht bei sonnenschein machen. diejenige, die wir mal in schweden erstellt haben, ist leider flöten gegangen, also auf ein neues!


>> rain song (day of fire)
>> early morning rain (paul weller)
>> winding road (bonnie somerville)
>> blame it on the weatherman (b*witched)
>> london rain (heather nova
>> rain down (delirious?)
>> why does it always rain on me? (travis)
>> regentropfenprélude (frédéric chopin)
>> regen und meer (juli)
>> vielleicht regen (allee der kosmonauten)
>> singin' in the rain (jamie cullum)
>> a-n-n-a (freundeskreis)
>> open skies (claas p. jambor)
>> raindrops keep falling on my head (b.j. thomas)
>> come rain or come shine (ella fitzgerald)
>> i can see clearly now (johnny nash)



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töne // regentropfenprelude
zeilen // gudjons, herbert: handlungsorientiert lehren und lernen: schüleraktivierung, selbsttätigkeit, projektarbeit, bad heilbrunn 6. auflage 2001. lehrplan für das achtjährige gymnasium in bayern